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Sommertag im Sonnengold

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Sommertag im Sonnengold

Jung, so jung sind wir gewesen, als wir spazieren gingen,
weit war der Horizont, unendlich fern!
Was gibst du mir, was geb ich dir?
Unsre Herzen singen!

Sommertag im Sonnengold, Leben ist von uns gewollt!

Tradition streift neue Zeit, so heißt das Spiel im Leben,
mal ist es schwer, dann mal ganz leicht,
Freude macht´s doch erst im Geben.

,Sommertag im Sonnengold, die Freude ist von uns gewollt!

Was ich dir gebe, geb ich mir an jedem neuen Tag,
drum will ich dir nur Schönes geben,
zurück kommt auch die Klag`!

Sommertag im Sonnengold, Licht ist nun von uns gewollt!

Mit schnellen jungen Schritten schreiten wir zum Lebenstanz,
reich mir deine rechte Hand, ich möcht dich darum bitten!

Sommertag im Sonnengold, der Tanz ist jetzt von uns gewollt!

Ja, heißt der Ruf aus ganzer Lust,
und zieh an die roten Schuh, lege an das Freudenkleid,
Herzen singen laut: „Du musst, du musst!“

Sommertag im Sonnengold, Liebe ist von uns gewollt!

Ich dank dir für den Lebensreigen,
im Regen und im Sonnenlicht,
gewachsen bin ich jetzt mit dir,
nun hör ich tausend Geigen!

Sommertag im Sonnengold, Wachsen ist von uns gewollt!

                                                                            Gertraud Neuhaus

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Rosenduft

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Beim Schlendern durch meinen Garten darf ich mich jetzt an den ersten erblühten Rosen erfreuen.
Die zahlreichen Knospen an den Büschen und an den Kletterrosen, die in meine Obstbäume geschossen sind, verheißen die ganze Pracht des Sommers.

Rosenduft

Wenn die Nacht dem Lichte weicht,
wird nun bald der Tau zu Gold.
Die Rose keiner Blume gleicht,
Duft verströmt, von wem gewollt?

Tag und Nacht sind eins in Stille,
keiner kennt des andern Lied,
und doch es ist ein großer Wille,
ein Menschenherz es schwer erriet!

So vereint in dieser Stund‘,
der Rose Duft in reichem Geben,
tut dem Ahnenden jetzt kund,
Liebe kann man so erleben!

                               Gertraud Neuhaus

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Augen der Freude

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Mit den Augen der Freude sehe ich überall neues Wachsen und Entfalten. Ganz still werde ich beim Anblick dieser Schönheit.
Als ich kürzlich in meinem Garten saß und der Frühlingswind die weißen Blütenblätter um mich herum wehte, wehte auch wie der Wind ein neues Gedicht herbei.
Es heißt – Der Mai –
 
Der Mai

Frühlingswind im Apfelbaum
läßt weiße Blüten schneien,
es ist der helle Hoffnungstraum,
den Garten wolln sie weihen.

In`s frische Gras so hingestreut
verzaubern sie die Erde,
der Mensch, das Land sich jetzt erneut,
das Lied heißt schlicht: „Nun werde“ !

Der Mai ist Tor zu neuen Freuden,
treten wir nun schnell herein
und lauschen jetzt dem feinen Läuten
im wärmend hellen Sonnenschein.

Die Blütenblätter wie ein Regen
sind so strahlend weiß und rein,
tanzen uns als Himmelssegen,
bringen Botschaft, neues Sein.

Gertraud Neuhaus

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Morgenröte

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In dieser Zeit der Veränderung möchte ich gerne das Gedicht „Morgenröte“ zu euch bringen.

Morgenrot

Morgenrot nach Wintersnacht, Feuerbänder zwischen Blau,
hast mir etwas mitgebracht, lange war`s doch kalt und rau!

Den neuen Tag, mit uralt Wissen, hell strömt jetzt das Licht herein
Wahres kann sich nun ergießen, schwer trägt man am alten Sein!

Nun kommt die Sonne glühend rot, verbindet sich mit meinem Herz,
lange, lange spürt` ich Not, Fesseln war`n der größte Schmerz!

Jetzt werd` ich in reichem Geben, die alte Wahrheit dir verkünden,
Frühling soll dein Herz erleben, Sorgen soll` n dich nie mehr binden.

Frei kann man sein und fröhlich wandern, fliegen hoch zum Himmelszelt,
liebt man sich, liebt man die andern. – Oh, wie jung ist diese Welt.`-

Gertraud Neuhaus

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Frühling ich spür dich

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Frühling, ich spür dich mit großen Freuden,
ein zarter Duft fliegt herbei und ein frohes Läuten!
Der Sonne mildwarme Strahlen 
durchfluten die Erde,
Zauber in alle Gesichter malen, 
nun heißt es werde.
Ich schließe die Augen und atme tief ein,
bin mir ganz nah im Jetzt und im Sein.
In des Winters kaltdunkler Nacht hab ich`s erkannt, 
mein Herz ist so froh, dass es freudvoll lacht.
Das große Geheimnis offenbarte sich mir,
ich bin Geschöpf und Schöpfer im Hier!

                                                        Gertraud Neuhaus

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Das Lächeln

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Das Lächeln

Ein Lächeln wandert durch die Stadt an kaltem Wintertag,

mal strahlt es hell, dann wieder matt,  es kennt wohl keine Klag.

                           

Es springt und hüpft von Mann zur Frau,  dann in ein runzliges Gesicht,

so als kennt `s den Weg genau, dort leuchtet es bei einem Wicht!

Es nimmt den Weg von Herz  zu Herz, als Funken springt es weiter,

es ist der Feind von jedem Schmerz und macht die Menschen heiter.

Ein Lächeln wandert durch die Stadt,  man wird noch an es denken,

mal strahlt es hell, dann wieder matt und will sich nur verschenken!

                                                                                                                   

                                                                                                     Gertraud Neuhaus

                    

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Der Wassertropfen im ewigen Kreislauf wie Du!

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Der Wassertropfen im ewigen Kreislauf wie DU!

Der Wassertropfen, im ewigen Kreislauf
mal vereint mit Millionen Brüdern zum Meer,
mal zusammen mit vielen Geschwistern
in Wolken so schwer.

Leben spendend fällt er zur Erde als Regen
und glänzt in der Sonne als Tau uns zum Segen!
Er tanzt im Bach, im Fluss und im Meer immerzu,
der Wassertropfen im ewigen Kreislauf wie Du!
 
                                                   Gertraud Neuhaus
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Ein Stern wie Du

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Ein Stern wie du !

Schwere Winterwolken ziehen über`s Land, tauchen es in Eis und Schnee in breitem dunklen Band

und klagend hört man leises Weh.

Doch jetzt geht auf ein Wolkentor, da ein Stern mit hellem Schein!

Leises Ahnen, mir kommt es vor, als könntest du es sein!

Dein Lächeln ist wie Sternenschein, wo erst dunkle Trauer war, bringt neue Hoffnung, neues Sein, der Himmel wird hier wieder klar.

Sende uns als heller Stern, dein Licht auf unsre Erde, dann sehen Menschen hier und fern, dass es nun Frieden werde.

                                                                                                                                                          Gertraud Neuhaus

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Novembertag

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Der Geist trägt wie der Wind, das Schiff über die Wasser der Gefühle!

Novembertag


Ein düster Licht, der Tag ist grau,

die Stimmung drückt mich nieder.

Wie war`s doch schön des Maien Blau,

wann kommst du endlich wieder?


Graue Nebelschleier ziehen um im Land,

kein Freudenstrahl gibt mir heut Kraft,

kein Freund reicht mir die Hand,

ein Wispern flüstert leise: „Schlaft!“


Doch will ich wirklich jetzt schon schlafen,

will kein Licht mehr sehn`?

Gedanken machen mir zu schaffen,

das Schöne, Tag, das lass mich jetzt verstehn`!


Ein Sonnenstrahl, der durch die Wolken bricht,

hell leuchtet gelbes Laub,

ein Lächeln da, in fröhlichem Gesicht!

War ich erst blind und taub ?

Ich sah es einfach nicht.


Novembertag, du machst mich froh,

hast mir das Spiel erklärt.

Gedanken sind`s, mal so, mal so,

wie man den Tag erfährt.


                                                    Gertraud Neuhaus

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Herbstlied

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Wind fährt durch die alten Weiden und Pappeln, die am Ufer der Werra stehen und es schneit bunte Blätter. Sie fügen sich zu Teppichen zusammen und werden vom Wasser davongetragen. Unsere Seelen lieben solche Beobachtungen und schenken uns Frieden.

Herbstlied

Im Feuerwerk der Farben
sprühet jetzt der Wald,
ein Hohelied dem Sommer,
kommt doch der Winter bald!

Am klaren Himmel strahlt die Sonne,
entfaltet letzte Macht,
Ahorn steht in goldner Flamme,
das ist des Herbstes Pracht.

Sommertraum ward eingefangen
durch Seide in` s Gesträuch gewebt,
von eines großen Meisters Hand,
über allem Freude schwebt!

Dunkelheit und Kälte warten vor dem Tor,
doch ist vergeblich ihr Bemühn
uns in Traurigkeit zu stürzen,
erfolgt doch bald erneutes Blüh n.

                                      Gertraud Neuhaus